„Hahnenwasser“ bleibt unschlagbar

„Hahnenwasser“ hat eine weitaus bessere Ökobilanz als Mineralwasser. Und ist in Steckborn mit „guter bis ausgezeichneter Qualität“ zudem ein Genuss.

Wer in der Schweiz einen Liter Mineralwasser aus der EU trinkt, verbraucht dafür 3,1 Deziliter Erdöl, für einen Liter aus der Schweiz immerhin noch 1,5 Deziliter – aber für einen Liter Trinkwasser direkt ab dem Hahnen nur 0,003 Deziliter. Zu diesem Schluss kommt eine für den Schweizerischen Verein des Gas- und Wasserfaches verfasste Studie von 2006. Obwohl die Schweiz über Trinkwasser im Überfluss verfüge, habe sich der Import von Mineralwasser in den letzten Jahren vervielfacht.

Gute Hahnenwasser-Ökobilanz 

Wenngleich die Studie "Ökobilanz Trinkwasser- Mineralwasser" älteren Datums ist, bleiben die Kernaussagen aktuell. Vor allem der Transport, aber auch Verpackung und Kühlung führen dazu, dass das Mineralwasser aus der Flasche die Umwelt weit stärker belastet als Hahnenwasser. Das gelte insbesondere für Mineralwasser aus dem Ausland. Zur guten Ökobilanz des Schweizer Trinkwassers trage auch bei, dass 40% davon wegen der guten Qualität gar nicht erst aufbereitet werden müssten.

Minimale Umweltbelastung

Der Konsum von einheimischem Trinkwasser ist deshalb nicht nur kostengünstig, sondern auch ressourcenschonend und nachhaltig. Denn unter dem Strich ist die Umweltbelastung durch den Wasserkonsum im Vergleich zur gesamten Umweltbelastung eines Privathaushalts minimal. Werde Hahnenwasser jedoch gekühlt oder durch ein Gerät mit Kohlensäure versetzt, schwinde der Abstand zum Mineralwasser deutlich. Und wer auf Mineralwasser in Flaschen nicht verzichten mag, sollte zumindest darauf achten, wie weit das Wasser herangeführt werden muss. Je näher, desto besser.

Ausgezeichnete Steckborner Qualität

In Steckborn sind die Einwohnerinnen und Einwohner in der glücklichen Lage, von Trinkwasser „in guter bis ausgezeichneter Qualität“ zu profitieren, wie die Stadt auf ihrer Webseite schreibt. Es wird aus durchschnittlich 55 Prozent Seewasser und 45 Prozent Quellwasser gewonnen und untersteht der Kontrolle durch das Wasserwerk Steckborn selbst sowie dem Kantonalen Laboratorium. Dabei sei „Qualitätssicherung oberstes Gebot“. Das Wasserwerk liefert jährlich rund 110'000 Kubikmeter Frischwasser. Die Stadt rät: „Trinkwasser sparen heisst, gleichzeitig Energie und Kosten sparen.“