Die Bevölkerung ins Boot holen

Die Thurgauer Energiestadt Steckborn macht sich auf den Weg zur 2000-Watt-Gesellschaft. Um die Bevölkerung für dieses Ziel zu begeistern, hat die örtliche Energiestadtkommission ihr Kommunikationskonzept aktualisiert und zieht dabei alle Register.

Pionierarbeit im Energiebereich hat die Kleinstadt Steckborn TG am Ufer des Untersees bereits vor 25 Jahren geleistet, als der Solarverein eine Photovoltaikanlage am Turm der katholischen Kirche initiierte und sich für die Solarfähre «Helio» engagierte. Es folgten der Holzwärmeverbund Feldbach, der ein Schulhaus, eine Dreifachturnhalle und einen Hotelkomplex mit erneuerbarer Wärme beliefert, ein moderner Wertstoff-Entsorgungsplatz, auf welchen die Bewohnerinnen und Bewohner praktisch alle rezyklierbaren Abfälle gratis abgeben können, eine Schnellladestation für Elektromobile und vieles mehr. Nach zwei erfolgreichen Rezertifizierungen mit dem Label «Energiestadt» hat die Stadt Steckborn beschlossen, einen Schritt weiterzugehen und sich auf den Weg zur 2000-Watt-Gesellschaft zu begeben. Ein ehrgeiziges Ziel, das sich nur erreichen lässt, wenn die Bevölkerung mitzieht. Das bedingt, dass die Einwohnerschaft weiss, worum es geht, und was die Stadt, aber auch jede und jeder Einzelne dazu beitragen kann.

Roberta Borsari
Projektleiterin Energie und Klima, Pusch, Zürich,
roberta.borsari@pusch.ch, www.pusch.ch

Foto: Adrian Rieder, EER Steckborn