Zielgrössen

Steckborn hat sich das Ziel der 2000-Watt-Gesellschaft und 1-Tonnen-CO2-Gesellschaft gesetzt. Die Zielgrösse für die Gemeinde ist abhängig vom aktuellen Energiebedarf. Dieser liegt im Jahr 2015 bei 3’587 Watt.

Die 2000-Watt-Gesellschaft in der Schweiz hat zwei Ziele:

  • 3-mal weniger Energieverbrauch,
  • 9-mal weniger CO2-Ausstoss

Ausgehend von diesem Ausgangswert leitet sich der Zielwert für die 2000-Watt- und 1-Tonnen-CO2-Gesellschaft bis ins Jahr 2100 ab.

Somit sind die Zielwerte für Steckborn:

Primärenergie: 1’178 Watt pro Person und Jahr (-67%)

CO2: 0.7 Tonnen pro Person und Jahr (-88%)

Steckborn auf dem Weg zur 2000-Watt Gesellschaft

Im Vergleich zu weiteren 2000-Watt-Gemeinden entspricht Steckborn mit rund 3’600 Watt pro Person in etwa den Werten anderer kleinerer Gemeinden. Durch wenig energieintensiv produzierendes Gewerbe und einem hohen Anteil an Wohnnutzung liegt der Wert eher tief.


Typische Werte für Agglomerationstypen und berechneter Wert für Steckborn
Gemeindetyp Ausgangswert
(Watt/Person)
Zielwert
Primärenergie 2050
[W/P*a]
Städte
(überdurchschnittlicher Industrieanteil)
10'000 3'200
Gemeinden/Städte
(durchschnittlicher Industrieanteil)
6`300 2`000
Kleinere Gemeinden
(geringer Industrieanteil)
4`000 1`300
ZIEL Steckborn 3’600 2’062

Auf dem Weg zur 1-Tonnen-CO2-Gesellschaft

Der Anteil des Atomstroms am Strommix der Gemeinde Steckborn wurde vollständig durch Zertifikate erneuerbarer Energien kompensiert. Dies zeigt sich besonders an untenstehender Abbildung. Da der Strom zu 100% aus erneuerbaren Energien produziert wird, entstehen somit keine Emissionen im Stromsektor.


Energieautonomie Wärme

Neben der benötigten Menge an Energie ist es auch wichtig, die räumliche Herkunft, d.h. den Produktionsort der Energie zu kennen.

Die in Steckborn benötigten Energieträger zur Wärmeproduktion stammen lediglich zu 15% aus der Gemeinde. Die Mehrheit von 85% wird aus dem Ausland importiert. Würden alle lokalen Potenziale vor Ort ausgeschöpft, wäre eine Steigerung auf 100% des heutigen Bedarfs möglich. Unter Berücksichtigung der Gebäudesanierung und den damit verbundenen Energieeinsparungen wäre somit die Deckung des Wärmebedarfs im Jahr 2050 zu 100% möglich (Abb. 18).