Vermeidung von Konflikten

Der Bau von Erneuerbare-Energie-Anlagen, aber auch die Einführung von Energieeffizienzmassnahmen im Gebäude- oder Verkehrsbereich kann zu verschiedenen Reaktionen innerhalb der Gemeinde führen. Um einer Konfliktentstehung präventiv entgegenzutreten, müssen potenzielle Konflikttreiber und -führer frühzeitig in die Umsetzung miteingebunden werden. Hierbei können Missverständnisse von und zwischen Akteuren am besten durch mehr Information und Demonstration abgebaut werden.

Einstellungen, dass bspw. Emissionsminderungsmassnahmen nur Kosten verursachen oder der Einzelne nichts zum Klimaschutz beitragen kann, können durch eine neutrale Analyse und ganzheitliche Betrachtung meist ausgeräumt werden. Weiter sollte die Öffentlichkeitsarbeit dazu beitragen, Missverständnisse, wie z.B. der Klimaschutz bedeute hemmungslosen Sparzwang und eine Verminderung der Lebensqualität, zu klären. Dass dem meist nicht so ist, sollte vorgelebt und an Beispielen veranschaulicht werden.

Ähnlich sollten bei Biogasanlagen-Vorurteilen hinsichtlich Monokulturen Lärm- und Geruchsimmissionen durch Aufklärung und Austausch zwischen den Interessensgruppen begegnet werden.

Viele Umfragen zeigen, dass die Öffentlichkeit erneuerbaren Energien sehr positiv gegenübersteht. Es ist Aufgabe einer guten Öffentlichkeitsarbeit, Konfliktpotenziale frühzeitig zu erkennen und positive wie negative Meinungen und Einstellungen im regionalen Kontext zu erforschen und aktiv zu begegnen.